Gruppenaktivitäten und Vereine: Kinder aus der Unterschicht und Migranten bleiben eher außen vor

Rund drei Viertel der Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren gehen in ihrer Freizeit einer regelmäßigen Gruppenaktivität zum Beispiel in einem Verein, in einer Musikschule oder in einer sonstigen Gruppe nach. Jungen sind insgesamt betrachtet mit 76% im Vergleich zu Mädchen mit 71% sogar noch etwas häufiger einbezogen. Im Einzelnen dominieren Aktivitäten in einem Sportverein. Jungen haben hier mit 65% im Vergleich zu Mädchen mit 50% die Nase vorn. Immerhin jedes fünfte Kind besucht eine Musikschule.

Regelmäßiges Mitmachen in Vereinen oder die Nutzung von sonstigen Angeboten ist in Deutschland ebenfalls schichtabhängig. Bei Kindern aus der untersten Herkunftsschicht ist sogar nur die Minderheit in diesem Sinne aktiv. Je gehobener die Schicht, desto größer der Anteil der Aktiven. Vergleichbares gilt für Kinder mit Migrationshintergrund. Einheimische deutsche Kinder gehen zu 77%, Migrantenkinder hingegen nur zu 63% regelmäßigen Aktivitäten in ihrer Freizeit nach. Ein vergleichbares Muster findet sich, wenn man sich nur auf die Mitgliedschaft in Sportvereinen bezieht. Auch in diesem Fall sind es deutlich häufiger Kinder aus den gehobenen Schichten, die Sport im Verein betreiben. Kinder aus den unteren Schichten sowie Migrantenkinder und hierbei vorrangig Mädchen, bleibt dies hingegen eher verschlossen.

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