Die Schule: soziale Herkunft bestimmt über den Bildungsverlauf

Knapp zwei Drittel der Kinder in der Altersgruppe von 8 bis 11 Jahren besuchen die Grundschule. Das andere Drittel verteilt sich auf die je nach Bundesland unterschiedlichen Schulformen im Sekundarbereich I. Auffällig sind die Zusammenhänge zur Herkunftsschicht. Gymnasien besuchen nur 1% der Kinder aus der Unterschicht, aber 18% der Kinder aus der Oberschicht. 19% der Kinder aus der Unterschicht sind auf einer Förderschule, im Vergleich zu 1% der Kinder aus der Oberschicht.

Noch deutlicher zeigt sich der Effekt der Herkunftsschicht, wenn man die Kinder nach dem von ihnen gewünschten Schulabschluss fragt. 49% der Kinder benennen das Gymnasium oder das Abitur, wobei sich Mädchen und Jungen an dieser Stelle nicht relevant unterscheiden. Kinder aus der Unterschicht benennen nur zu 20%, Kinder aus der unteren Mittelschicht zu 32%, Kinder aus der Mittelschicht zu 36%, hingegen Kinder aus der oberen Mittelschicht zu 68% und Kinder aus der Oberschicht sogar zu 81% das Gymnasium oder das Abitur als Bildungsziel. 15% der Kinder sind sich unsicher und können hierzu noch keine klare Antwort geben.

Anders verhält es sich bei der Bewertung der eigenen Leistungsfähigkeit. Kinder aus den oberen Schichten bezeichnen sich zu 70% bzw. 74% als gute bis sehr gute Schüler. In der Mittelschicht sind es 57%, in der unteren Mittelschicht 53% und in der Unterschicht sogar nur 28%.

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