Gemeinsame und getrennte Welten: Begegnung im Alltag fördert Freundschaften zwischen einheimischen deutschen Kindern und Migrantenkindern

Kinder mit Migrationshintergrund sind nicht wesentlich schlechter integriert als einheimische deutsche Kinder. Freundschaften zwischen beiden Gruppen sind allerdings in den alten Bundesländern häufiger anzutreffen als in den neuen Bundesländern. Diesen Unterschied findet man auch beim Vergleich zwischen Ballungsräumen und Stadtrandlagen oder ländlichen Regionen wieder. Wo sie sich im Alltag weniger begegnen, laden deutsche Kinder ihre Altersgenossen ausländischer Herkunft auch seltener zum Spielen oder zu Geburtstagen ein. Nur knapp jedes dritte ostdeutsche Kind zählt Migrantenkinder zu seinen Freunden, im Vergleich zu 62% der westdeutschen Kinder, entsprechend 50% der Kinder aus eher ländlichen Regionen im Vergleich zu 71% in Ballungsgebieten. Sprachbarrieren spielen hier keine wesentliche Rolle, da so gut wie alle Kinder mit Migrationshintergrund im Freundeskreis die deutsche Sprache nutzen. Schichteffekte sind an dieser Stelle ebenfalls nicht signifikant wirksam.

zurück zur Übersicht
© 2007 WORLD VISION Deutschland e.V. - www.worldvision.de