Die Studie 2007

Politik für und Politik von Kindern: das ganze Dorf muss Verantwortung übernehmen

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind stark zu machen“ lautet ein afrikanisches Sprichwort. Die Autoren der 1. WORLD VISION Kinderstudie haben es als Leitgedanken zur Verbesserung der Kinderpolitik in Deutschland aufgegriffen. Kinder sind sensible und wache junge Gesellschaftsmitglieder, die selbstbewusst eigene Lebensperspektiven entwickeln. Damit aus diesen Jüngsten „unseres Dorfes“ gut integrierte Mitglieder und aktive Gestalter einer Gemeinschaft werden können, brauchen sie eine Umgebung, die sie emotional, sozial und intellektuell in optimaler Weise anregt. Mit diesen Anforderungen sind heutige Kleinfamilien jedoch oft überfordert. Daher müssen alle politischen und gesellschaftlichen Institutionen stärker als bisher an einem Strang ziehen, um unsere Kinder stark zu machen.

Gleiche Chancen für alle: benachteiligte Kinder brauchen mehr Förderung

Die 1. WORLD VISION Kinderstudie zeigt, dass es vielen Kindern in Deutschland gut geht und sie mit ihrem Lebensumfeld zufrieden sind. Sie zeigt aber auch sehr deutlich, dass es entscheidend für das ganze Leben ist, in welche Gesellschaftsschicht ein Kind hineingeboren wird. Die schlechteren Startchancen von Kindern aus den unteren Herkunftsschichten prägen alle Lebensbereiche und wirken wie ein Teufelskreis. Wie ein „roter Faden“ zieht sich eine Stigmatisierung und Benachteiligung dieser Kinder durch das ganze Leben hindurch.

Kinder von klein auf an Entscheidungsprozessen beteiligen

Den Kindern ein Sprachrohr sein, ist eines der wichtigsten Ziele der Kinderstudie. Kinder sind begeisterungsfähig und wollen mitgestalten. Im Alltag fühlen sie sich aber oft nicht ernst genommen. WORLD VISION will als Anwalt der Kinder dazu beitragen, dass ihre Meinungen geachtet werden und sie im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention an Entscheidungsprozessen sinnvoll beteiligt werden.



Kurzzusammenfassung der Inhalte

Einleitung
Familie heute hat viele Gesichter
Herkunftsschicht und Armutsrisiko
Migrationshintergrund
Bedeutung von Religion
Elterliche Zuwendung
Die Schule
Halbtagsschule und Verzicht auf Nachmittagsbetreuung
Soziale Integration und Freundeskreis
Gemeinsame und getrennte Welten
Mobbing und Gewalt
Gruppenaktivitäten und Vereine
Medienkonsum
Freizeit
Bedeutung von Politik und Gesellschaft
Kinder beteiligen sich
Die eigene Meinung
Kinder als kompetente Akteure
Methodik

Zusammenfassung herunterladen (PDF, 96 KB)



Die 1. WORLD VISION Kinderstudie erscheint im Fischer Taschenbuch-Verlag unter dem Titel „Kinder in Deutschland 2007“ und ist im Buchhandel erhältlich bzw. kann online bei www.amazon.de bestellt werden (ISBN 978-3-596-17720-2, EUR 12,95).

Ansprechpartner:
WORLD VISION Deutschland e.V.
Dr. Silja Joneleit-Oesch (Projektleiterin) oder
Silvia Holten (Pressesprecherin)
Am Houiller Platz 4
61381 Friedrichsdorf

Tel.: 06172/763-206 oder 06172/763-151
Fax: 06172/763-270
E-Mail: presse@worldvision.de
© 2007 WORLD VISION Deutschland e.V. - www.worldvision.de